Computerprogramme übernehmen die Arbeit von Personalfachleuten. Roboter ersetzen Juristinnen und Illustratoren. Kommunikationsboots, punktgenau auf die Persönlichkeitsprofile ihrer Empfänger abgestimmt, entscheiden Wahlen.

Vieles von dem, was jetzt schon möglich ist oder in den nächsten Jahren auf uns zukommt, lässt mich staunen und manches macht mich ratlos. Das Gefühl, mit all diesen Entwicklungen nicht mehr ganz mitzukommen, ist vermutlich nicht nur meinem Alter geschuldet. Es ist auch das Symptom der Umbruch- und Übergangszeit, in der wir zweifellos leben.

Individuelle Hoffnungen und Ängste, gesellschaftliche Entwicklungen und politische Rahmenbedingungen treffen in der Arbeitswelt mit voller Wucht aufeinander. Ich nehme mir dabei vor, neugierig zu bleiben, den Blick von einer Ebene auf die nächste gleiten zu lassen um den Zusammenhang von individuellem Gestaltungsraum und sozialer Verantwortung nicht aus den Augen zu verlieren.

Der aktuelle Newsletter wirft ein paar Schlaglichter auf Themen rund um die Arbeitswelt, die mich in den letzten Monaten beschäftigt haben und macht wie immer auf Kurse und Dienstleistungen aus unserer Werkstatt aufmerksam.

Viel Spass beim Lesen und Schmökern,

Thomas Diener

Inhalt

  • Im Auge des Sturms
    Die Sicherheit in der eigenen Persönlichkeit finden
  • Der Worknavigator
    Plane die Zukunft, die zu dir passt
  • Neuorientierung in Zeiten der Veränderung
    Wochenendworkshops in Wien und Zürich
  • Engagiert euch
    Der Pioneers of Change – Video Summit und andere Infos für IdealistInnen
  • Stellenbewerbung 4.0
    Der Computer im Bewerbungsprozess
  • Wie wir in Zukunft arbeiten WOLLEN
    Gestaltungsräume zurückgewinnen

Im Auge des Sturms

Die Sicherheit in der eigenen Persönlichkeit finden

Technische Entwicklungen und soziale Veränderungen in immer höheren Taktraten – in vielen Lebensbereichen erleben wir im Moment eine fast absurde Beschleunigung. Die Zukunft wird unsicherer und gleichzeitig boomen Prognosen. Fachleute sagen uns, was wir zu tun hätten, um unsere „Employability“ zu steigern oder zumindest zu erhalten.

Gerade wenn äußere Gewissheiten ins Rutschen kommen, macht es mehr Sinn, Zuversicht und Stabilität in der eigenen Persönlichkeit zu suchen. Eine Verankerung in den eigenen Werten und ein Vertrauen in die eigenen Qualitäten wirkt wie ein schwerer Kiel, der ein Schiff stabilisiert und auch in unruhigen Gewässern auf Kurs hält.
-> Grundkrafttraining Wien

Der Worknavigator

Plane die Zukunft, die zu dir passt

Die eigene Lebenswegplanung, den eigenen Berufsweg aktiv zu gestalten, ist ein spannendes und bedeutsames Unterfangen. Oft fehlen uns die Zeit oder auch die Werkzeuge, um uns den wirklich wichtigen Fragen zu stellen. Eine interaktive Plattform will den Einstieg in eine fundierte berufliche Standortbestimmung erleichtern. Zur Feier des Startes schenken wir den LeserInnen dieses Rundbriefes einen Gutschein im Wert von € 20. Er kann bis zum 1.4.2017 für alle drei Abo-Arten eingelöst werden.

NEWSLETTER_ABO_RABATT_01_04

-> https://worknavigator.de/

Neuorientierung in Zeiten der Veränderung

Wochenendworkshops in Wien und Zürich

Den Mut haben, von der eigenen Vision, den eigenen Träumen und Bedürfnissen auszugehen. Die Zuversicht erarbeiten, dass sich diese beruflich verwirklichen lassen. Die Möglichkeiten entdecken, sie umzusetzen.
-> Zur Kursausschreibung

Engagiert euch

Der Pioneer of Change Video – Summit und andere Infos für IdealistInnen

Du hast das Gefühl irgendwas läuft schief in dieser Welt, dein Job macht keinen Sinn für dich, du spürst, dass du deine Talente viel besser einbringen kannst und dass es Sinnvolleres für dich zu tun gibt als das was du gerade machst?

Wie man (junge) Menschen abholen könnte, die sich diese Frage stellen, hat sich die Crew der „Pioneers of Change“ überlegt. Ihre Idee eine Online-Konferenz mit 32 QuerdenkerInnen und Expertinnen zu organisieren hat ziemlich eingeschlagen. Schon über 4000 Leute haben sich angemeldet, um sich zwischen dem 16. und 26. März pro Tag bis zu 3 Videointerviews kostenfrei anzuschauen.
-> http://bit.ly/pioneers-summit

Eine Liste mit Online-Plattformen und Suchmaschinen, die Jobs für IdealistInnen anbieten, gibt es auf meiner Homepage
-> http://laufbahnberatung.org/stellenboersen-fuer-idealistinnen/

Die KaosPiloten in Bern suchen ihr nächstes Team von Studenten!
Willst du Veränderung? Hast du grosse Träume, die du realisieren willst? Bist du hungrig, um echt nachhaltige und gesunde Unternehmungen und Communities zu schaffen?
Dann melde dich jetzt an fürs KaosPiloten Team SUI 6. Die Anmeldeunterlagen findest du auf der Webseite. Und der Assessment-Workshop findet am 9. und 10. Mai in Bern statt.
-> www.kaospilots.ch

Stellenbewerbung 4.0

Der Computer im Bewerbungsprozess

Dass von Big Data echte Gefahren ausgehen, wird im Moment intensiv diskutiert. Bei der Stellensuche können Algorithmen verantwortungsvoll behandelt aber auch sinnvoll sein. Sophia Röpke und Yves Scheffold habe ich letzthin persönlich kennen gelernt und ihr Projekt Matchgarden verdient eine Erwähnung in diesem Rundbrief.
-> Interview mit Sophia Röpke und Yves Scheffold http://bit.ly/matchgarden

Das automatisierte Verfahren sogar das klassische Bewerbungsgespräch ablösen könnten, davon ist die Harvard-Professorin Iris Bohnet überzeugt. Auch Personalfachleute sind nicht frei von Vorurteilen. Irrelevante Kriterien wie Alter, Aussehen, Geschlecht oder kulturelle Zugehörigkeit beeinflussen Auswahlverfahren heute oft in einem ungesunden Ausmaß.
-> http://bit.ly/2mtoxA4

Wie wir in Zukunft arbeiten WOLLEN

Gestaltungsräume zurückgewinnen

Viele ArbeitnehmerInnen spüren einen diffusen Druck. Studien prophezeien den Abbau von bis zu 50% unserer Jobs in den nächsten 20 Jahren. Computer und Roboter übernehmen die Arbeitswelt. Im ersten Schritt der Analyse scheinen sich die Fachleute ziemlich einig zu sein. Die Schlussfolgerungen jedoch sind grundverschieden und können in drei Gruppen unterteilt werden:

  • Don’t worry: Die Jobs werden einfach, wie schon bei technologischen Schüben der Vergangenheit, durch neue Tätigkeiten ersetzt, von denen wir bisher vielleicht noch gar nichts wissen.
  • Fight: Erhöhe deine „Employability“ und mach dich fit im Rennen um die immer rarer werdenden Jobs.
  • New Work: Wir müssen die Arbeitswelt ganz neu denken. Die Früchte der zunehmenden Effizienz müssen gerechter auf alle Menschen verteilt werden, damit wir eine lebenswerte und solidarische Gesellschaft erhalten können.

Folgen wir dem Don‘t worry, brauchen wir nicht viel zu tun. Wir warten einfach ab, wie sich die Dinge entwickeln und finden schon irgendwie unseren Weg. Das Entspannte an diesem Ansatz hat etwas für sich. Beim Fight sind wir mitten im „Lifelong Learning“ und in den Programmen der Selbstoptimierung angekommen, was für sich genommen auch nichts Schlechtes ist. Die frohe Botschaft dabei: „Jeder kann es schaffen“. Was die Apologeten dieser Richtung jedoch zu vergessen scheinen, ist die Tatsache, dass es zwar grundsätzlich JEDER, aber ebenso grundsätzlich nicht ALLE schaffen können. New Work setzt den Fokus auf die Gestaltbarkeit der Arbeitswelt. Zukunft ist nicht einfach das Resultat von automatisch ablaufenden Prozessen, sondern auch der Ausdruck unserer kollektiven Entscheidungen. Die Abkoppelung von Einkommen und Erwerbsarbeit durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ist zum Beispiel ein Vorschlag, der aus dieser Ecke kommt und in Deutschland schon eine Mehrheit überzeugt.

Ein Artikel (in Englisch) der auflistet welche Jobs in den nächsten Jahren genauso gut von Robotern gemacht werden können.
http://bit.ly/roboter-uebernehmen-arbeitswelt

Europa braucht eine Finanztransaktionssteuer und ein bedingungsloses Grundeinkommen. Warum nicht beides koppeln?
http://bit.ly/europaweites-grundeinkommen

Mehrheit der Deutschen für bedingungsloses Grundeinkommen
http://bit.ly/mehrheit-fuer-grundeinkommen

Eine Reihe von Podcasts von Inga Höltmann auf Deutschlandradio. Sie geben ein differenziertes und eher positives Bild einer „Neuen Arbeitswelt“
-> Wie wir in Zukunft arbeiten werden

Das Schlusswort:
-> Die Zukunft ist besser als ihr Ruf!

 

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