Im Gegensatz zu vielen Marketing-Newsletter, die mittlerweile von  Chatbots erstellt werden, steckt in diesem Text noch echte Handarbeit. Ich überlege mir vor dem Schreiben, ob das, was ich mitteilen möchte, relevant sein könnte und inspiriert. Mit ein Grund, warum dieser Newsletter nur selten erscheint.

Mich inspiriert im Moment vor allem, mit Menschen und Gruppen in konkrete Prozesse einzutauchen. Neben Supervisionen für Teams und Einzelpersonen in Wien und Zürich sind das unter anderem Workshops, in denen ich meine jahrelange Erfahrung mit dem kreativen Methodenmix Berufs- und Lebensnavigation weitergeben kann.

Warum das Phänomen Begeisterung auch etwas mit Neurodiversität zu tun hat, ist unter Anderem Thema dieses Newsletters.

ChatGPT und KI im Allgemeinen beschäftigen mich nach wie vor. Zwei Blogbeiträge, auf die ich schon in den letzten Newslettern hingewiesen habe, und drei Abendveranstaltungen für den Verband Laufbahnswiss sind die Früchte dieser Auseinandersetzung. In diesem Newsletter veröffentliche ich noch ein Interview, das mir geholfen hat, das Thema besser einzuordnen.

Dann möchte ich auch auf einen Workshop in Wien hinweisen: Wer Lust hat, im Sommer eine Woche lang an Vormittagen in entspannter Atmosphäre an seiner Berufs- und Lebensnavigation zu arbeiten, ist herzlich eingeladen.

Viel Spaß beim Lesen
Thomas Diener

  • Jobcrafting
    Wie viel Gestaltungsspielraum gibt mir meine Arbeitsstelle?
  • Sommer-Vormittags-Sessions in Wien
    Eine Woche Berufs- und Lebensnavigation
  • Einordnung des ChatGPT-Hypes
    Wie wird KI unsere Arbeitswelt verändern?
  • Neurodiversität in der Laufbahnberatung
    Individuelle Strategien sind erfolgreicher

Jobcrafting

Als Job Crafting bezeichnet man jene kleinen Veränderungen, mit denen man den eigenen Job nach seinem eigenen Rollenverständnis umformt und proaktiv mitgestaltet. Für Laufbahnswiss habe ich dazu einen Blogartikel verfasst.
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Sommer-Vormittag-Sessions in Wien

Eine Woche Berufs- und Lebensnavigation

Du hast Ferien und möchtest dich in entspannter Atmosphäre mit deinen Themen beschäftigen und danach den Tag genießen. Oder du bist am Arbeiten und kannst damit im Sommer etwas später beginnen, um am frühen Morgen Zeit für dich zu haben.
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Einordnung des ChatGPT-Hypes

Wie wird KI unsere Arbeitswelt verändern?

Für die Vorbereitung der Workshops zum Thema KI n der Berufs- und Laufbahnberatung habe ich Dr. Norbert Huchler interviewt. Er ist Vorstandsmitglied am ISF München und Mitarbeiter des Projektes KI – Mensch – Gesellschaft.

Das Gespräch hat mir geholfen, die Entwicklung der KI im Hinblick auf die Arbeitswelt besser einzuordnen.
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Neurodiversität in der Laufbahnberatung

Individuelle Strategien sind erfolgreicher

Ist ADHS und Autismus eine Epidemie oder eine Modeerscheinung? Wir können am zunehmenden Interesse an Neurodiversität auf jeden Fall sehen, wie das Bewusstsein wächst, dass wir ganz verschiedenartig sind und wie schmerzhaft es sein kann, das Spektrum der Normalität zu stark einzuschränken.

Die Berufs- und Lebensnavigation baut schon lange auf der Erkenntnis auf, dass der Versuch, sich einer allgemein anerkannten Norm anzupassen, für viele von uns keine befriedigende Strategie ist. Neurodiverse Menschen erleben diese Anpassungsleistung als extrem anstrengend, frustrierend und sind damit oft auch nur bedingt erfolgreich.

Viel wichtiger ist daher die Frage: Wie muss mein Umfeld gestaltet sein, damit ich mich gut und produktiv entfalten kann? Das ist, neben der individuellen Suche nach einer passenden Nische, auch eine gesellschaftliche Aufgabe!

Und hier bewegt sich etwas: Es werden zum Beispiel vermehrt Arbeitsplätze geschaffen, die gezielt für Menschen aus dem weiten Feld des Autismus-Spektrums geeignet sind und die neben den besonderen Bedürfnissen dieser Gruppe auch die speziellen Fähigkeiten berücksichtigen, die damit einhergehen.

Ein akutelles Beispiel dafür ist der Verein Responsible Annotation, der inklusive Arbeitsplätze in der Datenverarbeitung schafft. „Annotation“ ist eine neue Jobbezeichung für Menschen, die KI-Systeme händisch trainieren. Statt einer langen Ausbildung ist dafür eine hohe Konzentrationsfähigkeit nötig; etwas was Menschen aus dem Autismusspektrum oft mitbringen.

Die eigenen Interessen und Stärken in der beruflichen Laufbahn zu berücksichtigen ist grundsätzlich eine gute Idee. Bei einer ADHS – Symptomatik gibt es unter Umständen keine andere Möglichkeit. Von einem Menschen mit einer ADHS-Diagnose stammt die Aussage: „Ich bin dazu verdammt, in meiner Arbeit dem nachzugehen, was mich begeistert.“

Ich habe das vor längerer Zeit in einem Artikel in der Zeitschrift Mit Kindern wachsen thematisiert.  Damals war mir noch nicht bewusst, dass ich mit der „Goldmund-Strategie“ einen Beitrag zur Akzeptanz von Neurodiversität geleistet habe.
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